Vorüberlegungen

Ziel der Dreiberg-Schule Knetzgau ist es, ihre Schülerinnen und Schüler zu selbständigem Arbeiten zu erziehen und bestmöglich zu fördern. Dazu ist es nötig, auf die individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten der Kinder einzugehen. Diese Überlegungen waren die Grundlage für die Entwicklung eines neuen Unterrichtskonzeptes, das im Rahmen der Generalsanierung der Schule in die Tat umgesetzt werden kann. In die Planungen flossen Ideen, Konzepte und Umsetzungen aus vielen anderen Schulen mit ein, darunter Schulen aus Skandinavien, den Niederlanden und Südtirol.
Das Unterrichtskonzept wurde schließlich vom gesamten Lehrerkollegium in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt, der Gemeinde Knetzgau und einem Beratungsbüro entwickelt.

Fördern und Fordern

 

Cluster:               

Die Klassenzimmer benachbarter Jahrgänge (1+2, 3+4, 5-9) liegen zusammen um einen gemeinsamen Lernraum (= „Marktplatz“) herum, wie Häuser um einen Dorfplatz. Große Fenster in den Klassenzimmern ermöglichen Ein- und Ausblick und sichern die nötige Aufsicht. Die Cluster der Grundschule verfügen über eigene Toiletten.

 

Marktplatz:

Die früheren großzügigen, aber ungenutzten Verkehrsflächen der Schule wurden im Bereich der Aula durch Glaswände in zusätzliche Unterrichtsräume verwandelt.

Auf diesem so geschaffenen gemeinsamen Lernraum außerhalb der Klassenzimmer können die Kinder jetzt einzeln oder in Gruppen (auch klassenübergreifend) lernen. Dafür stehen dort zusätzliche Lernmittel und Computer zur Verfügung.

 

Lehrerstützpunkte:

Den Lehrern eines Clusters steht ein gemeinsamer Arbeitsraum zur Verfügung. Sie können dort gemeinsame Arbeitsmaterialien und eigene Unterlagen aufbewahren und haben Computer Drucker und Telefon zur Verfügung. Der Raum ist geeignet für Teambesprechungen.

     

Flexibilität

 

Viel Arbeit war nötig, um ein schlüssiges Gesamtkonzept zu entwickeln. Architektur, Möbel, Ausstattung und Didaktik greifen ineinander. Oft sind es Kleinigkeiten, die ein reibungsloses Funktionieren erst möglich machen.

 

Klassenräume:

Die Unterrichtsräume sind mit beweglichen Möbeln ausgestattet. Leichte Dreieckstische erlauben schnelle und flexible Umgestaltung des Raumes zur Anpassung an verschiedene Unterrichtsformen. Für Büchertaschen und Lernmaterial stehen bewegliche Schränke zur Verfügung, mit denen man den Unterrichtsraum leicht unterteilen kann.

Die Schüler stellen ihre Büchertaschen in den Schrank, legen ihr Schreibzeug in die vorgesehenen Schubladen, welche sie dann in ihrem Arbeitstisch einschieben können. Damit bleibt die Arbeitsfläche frei für Bücher und Hefte.

 

Flexible Tafeln:

Ein Schienensystem an den freien Wänden nimmt die flexiblen Tafeln auf, die vielseitig im Unterricht eingesetzt werden und z. B. auch von den Schülern abgenommen und auf den Gruppentischen bearbeitet werden können.

 

Medienausstattung:

Auch die Medienausstattung wurde so flexibel wie möglich gestaltet:

   
  • Ein breites Whiteboard dient sowohl als klassische Tafel, als auch als Projektionsfläche für den darüber angebrachten Beamer. Die Tafel ist elektrisch höhenverstellbar, damit sie sowohl von den Kindern bedient werden kann, als auch die Lampe des Beamers schont.
   
  • Eine Dokumentenkamera ersetzt die früheren Tageslichtprojektoren und erlaubt die Projektion von allen möglichen Vorlagen, Objekten oder auch Mikroskopbilder. Sie kann Bilder und Videos aufnehmen.
   
  • Ein Laptop ist fest mit dem Beamer und dem Board verbunden. Er ermöglicht neben der Projektion von Internet oder Unterrichtsfilmen natürlich auch den Einsatz unterschiedlichster Lernsoftware.
   
  • Das Board kann aber auch als interaktives Whiteboard genutzt werden, was den Lehrern, aber auch den Schülern völlig neue Möglichkeiten im Unterricht bietet.
   
  • Die Tafel bietet neben der Projektionsfläche aber auch Schienen, um die flexiblen Tafeln anzubringen und so z. B. Schülerergebnisse zu präsentieren.
   
  • Die Tafeln werden nicht mehr mit Kreide oder Whiteboard-Markern beschrieben. Staub und Geruch sind damit verbannt. Die Schule verwendet neue, handelsübliche „Wachsmalstifte“, die nicht nur sparsam im Gebrauch sind, sondern auch wischfest und staubfrei – was für die Lüftungsanlage unerlässlich ist. Die Stifte sind wasserlöslich. Ein feuchtes Mikrofasertuch ersetzt den alten Tafellappen. Waschbecken im Unterrichtsraum waren damit nicht mehr nötig.
     

Weiteres

 

Forschen und Experimentieren

Völlig neu gestaltet wurde der Unterrichtsraum „Forschen und Experimentieren“, der den früheren Physiksaal ersetzt. Einrichtung und Ausstattung wurden so gewählt, dass die Grund- und Mittelschüler jetzt selbsttätig naturwissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen können.

 

Mensa

Das Mittagessen für die Ganztagsschule vorgegart und tiefgekühlt von einem bekannten Caterer, bei dem die Mahlzeiten nicht industriell sondern von Hand zubereitet werden. In großen Heißluftöfen wird es dann erhitzt und schmeckt dann wie frisch gemacht.
Die Eltern buchen die Menüs ihrer Kinder über das Internet. Mit einem Chip melden sich die Kinder an der Essensausgabe an, erhalten dann das gewünschte Menü und der Betrag wird automatisch vom Konto abgebucht.
In der Aula bietet ein Wasserspender gekühltes Wasser mit und ohne Kohlensäure an. Die Schüler haben dazu spezielle Flaschen erhalten.

 

Ganztagsbetreuung

Die Mittagsbetreuung der Dreiberg-Schule wurde in neuen Räumen untergebracht. Dazu wurden sogar Anbauten vorgenommen. Die Räume sind großzügig bemessen und bieten Räume für die Hausaufgabenbetreuung in Grund- und Mittelschule, sowie für die Freizeitgestaltung in der offenen Ganztagsbetreuung. Auch eine eigene Küche wurde eingerichtet.

 

Schülerfirma

Die Schülerfirma der Dreiberg-Schule hat eine eigene Küche im Aula-Bereich, von der aus bei Veranstaltungen Catering möglich ist. Derzeit versorgt die Schülerfirma die Mitschüler in der ersten Pause mit gesundem Pausebrot.

 

Pausenhof

Der Pausenhof mit Tischtennisplatten und Kletterfelsen ermöglicht es den Schülern, sich in den Pausen etwas auszutoben. Zudem stehen eine Vielzahl weiterer Spiel- und Sportgeräte zur Verfügung, die von der SMV ausgegeben werden. Auf Wunsch der Schüler wurde auch eine große Uhr angebracht.
Der Pausenhof steht auch außerhalb der Unterrichtszeit für die Bevölkerung zur Verfügung und die neuen Wege werden gerne auch von den Bewohnern des benachbarten Altenheims genutzt.

 

Fachräume

Musikraum, Zeichensaal, Schulküche, Grundschulwerkraum, Mittelschulwerkraum, ein Computerraum mit 20 Plätzen, ein Handarbeitsraum und natürlich das „Forscherland“ stehen allen Schülern zur Verfügung.

 

Computernetz

Ein moderner Server versorgt alle Rechner im Schulnetz. Schüler und Lehrer können sich an jedem der über 70 Rechner der Schule anmelden und haben dann Zugang zum Internet, aber auch zu ihren persönlichen Dateien. Zugriff auf gemeinsame Daten für die Lehrer und für die Schüler im Klassenverband ist ebenso möglich und erleichtert Zusammenarbeit. WLAN kann jederzeit nachgerüstet werden.

 

Energetische Sanierung und Brandschutzkonzept

Nicht einfach war es, das pädagogisch-didaktische Konzept der Schule und die Forderungen des Brandschutzes und der energetischen Erfordernisse unter einen Hut zu bekommen. Dies wurde jedoch durch intensive Zusammenarbeit hervorragend gelöst. Die vielen Glaselemente, das Schließsystem, die Barrierefreiheit mit Blindenleitsystem und viele weitere Einzelheiten sind Ergebnis dieser Überlegungen.

 

Fassadengestaltung

Die energetische Sanierung des Gebäudes erforderte umfangreiche Maßnahmen an der Fassadengestaltung. Die alten Betonelemente wurden abgenommen und durch neue, dünne Elemente ersetzt, die dahinter nicht nur eine gute Wärmedämmung ermöglichten, sondern auch das optische Erscheinungsbild der Schule aufgewertet haben.

 

Lüftungsanlage

Die Unterrichtsräume sind mit automatischen Lüftungsanlagen ausgestattet, die nicht nur die Raumluft filtern, sondern auch auf den Kohlendioxidgehalt der Luft reagieren. Wärmetauscher verhindern dabei Energieverluste. Die Geräte arbeiten so leise, dass sie den Unterrichtsbetrieb nicht stören.

 

Schulbus

Die Schulbushaltestellt wurde an die Hainerter Straße verlegt und mit einer eigenen Busspur ausgestattet. Die Busse können die Schule jetzt leichter anfahren und die Schüler haben einen großräumigen Wartebereich und sogar Unterstellmöglichkeit bei schlechtem Wetter.

 

Garderobe

Den Grundschülern steht gleich neben dem Haupteingang eine eigene Garderobe zur Verfügung. Dort können sie ihre Mäntel und Jacken ablegen und ihre Hausschuhe anziehen.